Sport - Türk Gücü kooperiert mit der Lebenshilfe

Erfüllen den Verein mit Leben, hinten von links: Erhan Su und Turhan Ciblak (Türk Gücü) sowie Bolko Seidel (Lebenshilfe); vorn von links: Klaus-Peter und Diana Lehmann, Hamit Demirok (Türk Gücü) und Hans Grupe-Hübner (Lebenshilfe).   Foto: Kaiser

Erfüllen den Verein mit Leben, hinten von links: Erhan Su und Turhan Ciblak (Türk Gücü) sowie Bolko Seidel (Lebenshilfe); vorn von links: Klaus-Peter und Diana Lehmann, Hamit Demirok (Türk Gücü) und Hans Grupe-Hübner (Lebenshilfe). Foto: Kaiser

Hildesheim (tbr) - Diana Lehmann strahlt über das ganze Gesicht. „Ich spiele jetzt Fußball in einer richtigen Mannschaft“, erzählt die Zwölfjährige stolz. Diana besucht die Förderschule im Bockfeld. Dass sie etwas langsamer lernt als andere Kinder in ihrem Alter ist bei ihren neuen Mannschaftskolleginnen kein Thema.  Diana spielt in der U14 des SV Türk Gücü Hildesheim. Sie freut sich, dass sie so „toll aufgenommen“. Vereinschef Turhan Ciblak nickt heftig: „Egal ob Mann oder Frau, Türke oder Deutscher, behindert oder nicht – bei uns war schon immer jeder willkommen.“

Dianas Vater Klaus-Peter Lehmann (41) spielt in der Ü40 von Türk Gücü. Wie seine Tochter ist auch der Vater leicht gehandicapt, er arbeitet in der Werkstatt der Hildesheimer Lebenshilfe. „Werkstatt 11“ – so heißt die Betriebssportgruppe der Lebenshilfe. „Und da gibt es einige ganz hervorragende Fußballer, erzählt Türk-Gücü-Vorständler Hamit Demirok. Zum Beispiel Uwe Klare (46), der nun ebenfalls für Türk Gücüs Ü40 stürmt. „Der Uwe ist ehrgeizig ohne Ende versäumt kein Training“, lobt Ciblak. Zwischen Türk Gücü und der Lebenshilfe gibt es nun sogar einen offiziellen Kooperationsvertrag. Ciblak ist guter Dinge: "Wir wollen die Zusammenarbeit weiter ausbauen.

Wut und Ärger in Nordstadt


Türkische Fußballer diskriminiert im Internet werden Mitglieder des SV Türk Gücü Hildesheim zur Zielscheibe übler Beleidigungen. Brisant: Die Nordstädter SG lehnt eine gemeinsame Sportplatznutzung mehrheitlich ab.
(T.Berner) Hildesheim. „Ich weiß nicht, ob ich wütend, enttäuscht oder traurig sein soll“, sagt Turhan Ciblak. Der Vorsitzende des SV Türk Gücü Hildesheim ist geschockt. Die Fußballer seines Vereins sind zur Zielscheibe übelster Beleidigungen und Diskriminierungen geworden. Dem Namen nach handelt es sich auch um Mitglieder der Nordstädter SG, die die Internet-Plattform Facebook missbrauchen, um ihre Beleidigungen abzusondern. ..(Auszug Hildesheimer Allgemeine Zeitung, 23. Juni)


Erhan Su (Hildesheim): Ich bin positiv überrascht über die Beiträge des Sportvereins Türk Gücü. Ich selber habe jahrelang für den Verein gespielt, aber was sich die SG Nordstadt erlaubt, ist schlichtweg eine Unverschämtheit. Wir haben uns zum Ziel gesetzt, eine Gemeinschaft zu gründen, die auf Menschlichkeit und Menschenrechte beruht, da wir wissen wie es ist, diskriminiert zu werden. Dieses Verständniss werden wir uns nicht kaputt machen lassen. Bei Türk Gücü kann sich jeder, wirklich jeder in den Verein einbringen. Wir haben in kurzer Zeit viel erreicht und mit der SG Nordstadt hätten wir alle zusammen vielleicht mehr erreichen können.


Jens Irrgang (Dingelbe ): Was ich als Nichtmitglied schon seit einigen Jahren über Türk Gücu sagen kann ist, das die in dieser Mannschaft Spielenden Ausländer mit Abstand im Hildesheimer Kreis die am besten Integrierten sind.
Dass Türk Gücu seit Jahrzehnten keinen eigenen Platz hat, ist von mir überhaupt nicht nachvollziehbar, denn als Türk Gücü vor Jahrzehnten ihren Spielort in Grasdorf hatten, war dieser Platz einer der bestgepflegten.

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